Der Marienfilm

Im Hause des Altöttinger Marienwerkes werden zwei Filme des Regisseurs Anton Kutter von je 45 Minuten gezeigt, die einen Einblick in die über 500-jährige Geschichte der Altöttinger Marienwallfahrt geben. Vor allem der Streifen in schwarz/weiß aus dem Jahre 1950 kann als historische Rarität bezeichnet werden.

Der Marienfilm in schwarz/weiß aus dem Jahr 1950 wurde auf dem ersten Wunder, das im Jahr 1489 geschah, aufgebaut. Dieser Film wurde in 16.000 Aufführungen in den Jahren 1950 – 1977 von über 1.000.000 Pilgern gesehen.

 

Der Marienfilm in Farbe aus dem Jahr 1977 handelt vom zweiten Wunder von Altötting, kurz nach dem ‚Ersten‘ vom Jahr 1489:

„Ein Bauer zu Alten-Oeting führte ein Fueder Haber zu Hauß, setzte sein Söhnlein, sechs Jahre alt, auff das Handroß; das fallet von dem Pferd under den Wagen, wird dermassen zertruckt, daß seines Lebens kein Hofnung mehr verhanden. Man thut ein Gelübd und rufft die Mutter Gottes an, folgenden Tag ist der Knab widerrumbden gantz frisch und gesund.“

Dieses Ereignis ist einer der Höhepunkte dieses Films. Er schildert in farbigen, bewegten Bildern und spannungsvollen Episoden die Geschichte der „uralt heyligen Capel auff der grünen Matten“, den Beginn der Marienwallfahrt und deren Entwicklung bis auf den heutigen Tag.

Der Film führt den Zuschauer, soweit möglich, an die originalen Stätten des Geschehens. Neben bekannten Schauspielern haben hier mit Freude und Liebe zur Sache auch viele Altöttinger mitgewirkt.